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Artikelnr.: BV-AU-B0011-ISBN-9783613035355
ISBN/EAN: 9783613035355
Motorbuchverlag
Was heute bestenfalls als notwendiges Übel gilt, war damals ein Hauch von großer, weiter Welt: Der Stopp an der Tanke. Damals, als das Benzin paradiesisch billig war, der dienstbeflissene Tankwart aus seinem Häuschen eilte und den Ölstand kontrollierte, durfte sich der Autofahrer noch als König fühlen. Von der staubigen Käfer-Tränke mit einziger Zapfsäule im Dorf bis zu den architektonischen Meisterwerken mit Chrom und Glas. An den Tankstellen kam das Wirtschaftswunder in Fahrt. Die wunderbar nostalgischen Bilder sind eine Chronik des Nachkriegs-Deutschlands zumindest jenes Teils, der sich um das Auto drehte.
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Marken, Modelle und Themen: Hallo Tankwart - Wo das Wirtschaftswunder Fahrt aufnahm
Autor: Alexander F. Storz
Verlag: Motorbuch-Verlag
Artikelart: Sachbuch bzw. informativer Bildband
ISBN: 9783613035355
Titel-Nr.: 03535
Artikelzustand: Neuware
Seitenzahl: 176
Format, Material: gebunden (Hardcover), ca. 23,0 x 26,5 cm
Sprache: Deutsch

Die große Reihe rund um die weite Welt der PKW-Klassiker aus dem Hause des Motorbuch-Verlags.

Was heute bestenfalls als notwendiges Übel gilt, war damals ein Hauch von großer, weiter Welt: Der Stopp an der Tanke. Damals, als das Benzin paradiesisch billig war, der dienstbeflissene Tankwart aus seinem Häuschen eilte und den Ölstand kontrollierte, durfte sich der Autofahrer noch als König fühlen. Von der staubigen Käfer-Tränke mit einziger Zapfsäule im Dorf bis zu den architektonischen Meisterwerken mit Chrom und Glas. An den Tankstellen kam das Wirtschaftswunder in Fahrt. Die wunderbar nostalgischen Bilder sind eine Chronik des Nachkriegs-Deutschlands zumindest jenes Teils, der sich um das Auto drehte. Alexander Franc Storz, Jahrgang 1965, hat Geschichte, Deutsche Literaturwissenschaft und Philosophie studiert. Er arbeitet als Journalist im Bereich Automobilhistorie für verschiedene Fachmagazine. Im Motorbuch Verlag hat er bereits einige Titel veröffentlicht.

Rückentext:

Die ersten Automobilisten kauften ihren Spiritus in der Apotheke, bevor sich dann mit zunehmender Motorisierung Zapfstellen etablierten, einfache Fässer mit Handpumpe. In den 30er Jahren wurden Tankstellen immer professioneller, aber der Handbetrieb blieb. Damals vollzog sich der Wechsel von der reinen Zapfstelle für Benzin zum Servicebetrieb und hin zur Kundendienst-Station mit Pflege- und Wartungsdienst. In den 50er Jahren, der Wirtschaftswunderzeit, als alles in Deutschland glänzte, glänzten auch die Autos und die Tankstellen. Es herrschte Aufbruchstimmung, ein Ende des Wachstums ließ sich gar nicht absehen. Immer mehr Autos hatten immer mehr Durst, und ihn zu stillen war für den Fahrer keine teure Angelegenheit. Die Zapfsäulen funktionierten elektrisch, und der Tankwart wuselte diensteifrig und fleißig um chromblitzende Automobile mit Heckflossen, Zweifarblackierungen und Weißwandreifen. Auf sehr hohem Niveau stagnierte der Wohlstand in den 60er-Jahren, und am Ende des Jahrzehnts hatten wir die höchste Tankstellendichte überhaupt in der Bundesrepublik Deutschland. Die 70er Jahre dagegen waren geprägt von der ersten Ölkrise und der daraus resultierenden Benzinverknappung, dem Trend zur Selbstbedienungstankstelle und dem Phänomen, dass Tankstellen immer mehr branchenfremde Produkte verkauften. Allerdings: Die Tankstelle als Treffpunkt oder Ersatz-Supermarkt, davon war man noch weit entfernt. Man fuhr hin, weil das Auto Durst hatte oder weil sich das heilige Blechle unwohl fühlte, aber garantiert nicht, um Fotos zu machen. Dementsprechend selten sind Fotos von Tankstellen, Privataufnahmen und Amateurschnappschüsse, die das Leben an der Tankstelle authentisch wiedergeben. Doch Alexander F. Storz hat sie in jahrelanger Arbeit aufgespürt, jene Fotos, die das Lebensgefühl und den Zeitgeist ebenso spiegeln wie das ganze Spektrum der automobilen Alltäglichkeiten.
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